
Auch wenn ich noch längst nicht alles verarbeitet habe, kommt hier ein Bericht von unserem unglaublichen Wochenende in Leipzig.
Mein allererster Mitteldistanz-Triathlon & ich bin super happy! Als ich mich im Oktober zusammen mit meinem Arbeitskollegen Patrick angemeldet habe, wusste ich, dass das ein sehr ambitioniertes Ziel ist. Kaum Freiwasser-Erfahrung & vorher nie auf einem Rennrad gesessen. Im Dezember habe ich dann mein erstes Rennrad gekauft & so bald wie möglich mit dem Training begonnen. Das Indoor Cycling hat zum Glück über die Wintermonate geholfen.
Die Vorbereitung lief alles andere als glatt. Beim Sprint-Triathlon in Hagen fiel wegen Gewitter die Radstrecke aus. Die anschließend geplante olympische Distanz am Hennesee wurde wegen Hitze abgesagt. (Immerhin konnte ich so spontan beim RTF mitfahren — das war super.) Weil ich nicht in Leipzig meinen ersten Triathlon machen wollte, haben meine Crew & ich am Sorpesee kurzerhand unseren eigenen Triathlon veranstaltet & eine olympische Distanz simuliert. Besser als am Renntag zu viel zum ersten Mal zu machen!
Und nach Monaten der Vorbereitung war der Renntag gekommen: Start im Coespudener See um 08:44 Uhr. Das Schwimmen war katastrophal. Ich kam überhaupt nicht mit dem Wellengang klar, habe ständig Wasser geschluckt & bin irgendwann Brust geschwommen. Mit 54:52 Minuten war die Schwimmzeit unter den Umständen noch gut. Aus dem Wasser raus musste ich kurz mit dem Gleichgewicht kämpfen, aber dann ging es in die Wechselzone.

Auf dem Rad lief es solide. Ich habe mich nicht unheimlich stark gefühlt, aber es gab auch keine Zwischenfälle. Ich konnte an den Verpflegungsstationen alles aufnehmen, ohne abzusteigen & bin beim Ausklicken nicht auf die Fresse gefallen (ein heimlicher Sieg für mich). Insgesamt habe ich für die Radstrecke 3:18:57h gebraucht.

Der Lauf war dann reine Willenskraft. Am Anfang bin ich zu schnell losgelaufen & habe das hinten raus gespürt. Da war kaum noch Power da. Trotzdem wusste ich, dass ich das beenden kann. Nicht zuletzt, weil meine wunderbare Support Crew am Rand die beste Stimmung auf der ganzen Strecke gemacht hat. Laufzeit: 2:31:42h.

Der Zieleinlauf in der Quarterback Arena war denkbar emotional & ich musste weinen.
Mein Ziel war es, den Time Cut von 8:30h zu schaffen. Zu meiner fantastischen Support Crew habe ich noch gesagt, dass wenn alles reibungslos läuft, ich mit einer Zeit von 7:30h rechne. Dass ich am Ende nach 07:01:20h ins Ziel kommen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die mich unterstützt haben! Beim Training, mit inspirierenden Gesprächen oder im Alltag – vor Ort oder in Gedanken. Ein besonderer Dank gilt meiner unfassbar tollen Support Crew: Mama, Papa, Marius, Lina, Theresa & Jana, die ihr Wochenende geopfert, Fahnen & Plakate gebastelt & sogar eine Kuhglocke mitgebracht haben.
Danke auch an Basti für den hilfreichen Austausch & für die Beantwortung jeder noch so blöden Frage.
Triathlon ist kein leichter Anfänger-Sport, aber wenn er euch interessiert: Fragt bitte nach 😊 Ich rede gerne darüber (& ich bin mir sicher, Basti auch).